Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen

Kooperation mit selbsthilfefreundlichen Krankenhäusern


Seit 2012 hat Mannheim zwei  "Selbsthilfefreundliche Krankenhäuser": Universitätsmedizin Mannheim (UMM) und Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI). Mit beiden kooperiert der Gesundheitstreffpunkt seit langem, die besondere Auszeichnung erhielten sie erstmalig in diesem Jahr.

2014 und 2016 konnte bei der UMM dieser Erfolg wiederholt werden.

Somit darf sie weiterhin das vom bundesweiten Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen" verliehene Siegel tragen. Zwei Jahre zuvor, am 25.6.2012, waren die UMM und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg als erste selbsthilfefreundliche Krankenhäuser der Metropolregion ausgezeichnet worden. Sie waren damit wegweisend in der Krankenhauslandschaft.

Am 10.10.2012 erhielt das ZI als erstes psychiatrisches Krankenhaus in Baden-Württemberg die Auszeichnung zum "Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus". 2016 erhielt es das Zertifikat ein weiteres Mal. Der Gesundheitstreffpunkt hatte mit seiner damals für zwei Jahre bestehenden „Agentur Selbsthilfefreundlichkeit Baden-Württemberg“ den Prozess der Erstzertifizierung an den "Selbsthilfefreundlichen Krankenhäusern" begleitet und die daraus resultierende Zusammenarbeit bis heute fortgesetzt. „Die Kooperation mit Gesundheitseinrichtungen ist für den Gesundheitstreffpunkt seit Jahren ein Markenzeichen“, sagt Raymond Fojkar, Vorsitzender beim Gesundheitstreffpunkt Mannheim e.V.

Am 01.01.2018 wurde beim Gesundheitstreffpunkt Mannheim mit der „Koordinierungsstelle für Selbsthilfefreundlichkeit in Baden-Württemberg und Hessen“ eine neue Stelle eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Selbsthilfefreundlichkeit in den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen zu fördern und aufzubauen. Anna Wojahn, von Beruf Krankenschwester mit Weiterbildung Onkologie und einem Hochschulabschluss in Pflegemanagement, die auf langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen zurückgreifen kann, hat diese Aufgabe Anfang Januar 2018 übernommen. Sie fördert die Zusammenarbeit auf allen Ebenen, damit die Selbsthilfe in den Alltag von Kliniken und Praxen eingebunden und der Kontakt zwischen Patientinnen, Patienten, Angehörigen und Selbsthilfegruppen aktiv unterstützt wird. Die Koordinierungsstelle wird durch die BKK Landesverband Süd ermöglicht.

Die Kooperation orientiert sich an verbindliche Qualitätskriterien, die die Krankenhäuser gemeinsam mit Vertretern der Selbsthilfe und der Kontaktstelle umsetzen. Mehr zu den Qualitätskriterien am Beispiel der Kooperation mit der UMM.

In Mannheim arbeiten beide Krankenhäuser kontinuierlich weiter in Sachen Selbsthilfefreundlichkeit:

Universitätsmedizin Mannheim

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim.

Zu folgenden Anlässen und Terminen sind Selbsthilfegruppen und Gesundheitstreffpunkt für alle Interessierte vor Ort ansprechbar:

Selbsthilfe- und Patientensprechstunde an der UMM

Selbsthilfe-Infostände am ZI

 

 

Letzte Änderung: 14.02.2018