Film- und Diskussionsabend

Im anschließenden Gespräch beteiligt sich auch das Publikum
Bild: Gesundheitstreffpunkt Mannheim

Filmabend 2025 „Dancing Queens“

Ein inspirierender Filmabend mit Dancing Queens zeigte, wie Gemeinschaft, Humor und Offenheit verbinden – und dass es nie zu spät ist, Neues zu wagen.

Am 6. November 2025 lud der Gesundheitstreffpunkt Mannheim mit Popcorn und Getränken zu einem besonderen Filmabend ein. Rund 40 Besucher*innen kamen zusammen, um die warmherzige Komödie Dancing Queens mit Diane Keaton zu sehen – und erlebten zwei Stunden voller Lachen, Nachdenklichkeit und inspirierender Gespräche.
Im anschließenden Austausch mit Moderatorin Maria Skiendziel sowie den Gästen Andrea Wäldele (APH, Altenpflegeheime Mannheim GmbH), Marianne Bade (Seniorenrat Mannheim) und Reiner aus der Selbsthilfegruppe „Einsamkeit“ ging es um zentrale Themen des Films: Gemeinschaft, Selbstwert, Mut und den Umgang mit Einsamkeit im Alter. Die Gesprächsrunde wurde von persönlichen Gedanken und Offenheit geprägt.
„Der erste Schritt raus aus der Einsamkeit, den müssen Sie selber tun“, sagte Frau Bade, Reiner ergänzte: „Das Gefühl der Einsamkeit hat nichts mit dem Alleinsein zu tun.“ und Maria Skiendziel betonte: „Zu wissen, man ist nicht allein, hilft schon sehr. Und auch wenn es manchmal schwer ist, möchte ich ermutigen, den eigenen Weg zu gehen.“ Frau Wäldele brachte es schließlich auf den Punkt: „Man kann auch im Alter noch etwas Neues lernen“ – und das ist wunderbar!
In der Diskussion mit dem Publikum kam die Frage auf, ob die Cheerleadinggruppe aus dem Film nicht auch eine Art Selbsthilfegruppe sei. Die Antwort lautete: Ja – auf ihre Weise schon. Sie unterstützten sich gegenseitig, arbeiteten an gemeinsamen Zielen und fanden Kraft in ihrer Gemeinschaft.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie Kino Menschen verbindet – und dass es nie zu spät ist etwas Neues zu wagen!

Foto: Gesundheitstreffpunkt Mannheim

Filmabend 2024 „Das Pubertier“

Am 10. Oktober 2024 veranstaltete der Gesundheitstreffpunkt Mannheim einen Filmabend mit dem Film „Das Pubertier“, der Eintritt war frei. Der Filmabend fand im großen Saal der Abendakademie von 17:00-19.30 Uhr statt und behandelte das Thema seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Popcorn brachte den anwesenden ca. 25 Personen Kinoflair, Nüsse und Äpfel bildeten das gesunde Gegengewicht.
Nach einer kurzen thematischen Einführung, wurde der Film gezeigt. In diesem wird kurzweilig und komödiantisch die Familie der 14jährigen Carla gezeigt, durch deren Pubertät sich das gesamte Familienleben verändert.
Im Anschluss gab es ein Gespräch mit Raymond Fojkar, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychologie, Lukas aus der Selbsthilfegruppe jung&gestört und David von der Selbsthilfegruppe Nova Vita. Die Betroffenen berichteten, wie sie ihre Jugendzeit und das Erwachsenwerden im Bezug auf ihre jeweilige Problematik erlebten. Sie legten anschaulich dar, wie die Selbsthilfe eine große Unterstützung im weiteren Werdegang war. Lukas erzählte, dass es ein großer schwieriger Schritt ist, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Einig waren sich alle, dass die Selbsthilfe dazu einen großen Beitrag leisten kann: „Was bedeutet Selbsthilfe für mich: Selbsthilfe ist wie eine Schwarmintelligenz. Ich kann meine Themen reflektieren lassen, das hat mich unglaublich bereichert. Es ist für mich ein Freundeskreis.“, so David. Raymond Fojkar brachte die fachliche Seite mit ein: Die Überlastung von Gesundheits-, Schul- und Jugendhilfesystemen erschwert die Prävention seelischer und körperlicher Störungen, daher gehe es um „das Miteinander von allen Bereichen“.

Filmabend 2023 „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“

An den Film anschließende Podiumsdiskussion, moderiert durch Raymond Fojkar (links). Die Teilnehmenden haben verschiedene Bezüge zum Thema Teilhabe, Inklusion und Selbsthilfe. Foto: Gesundheitstreffpunkt

Am 05. Dezember 2023 veranstaltete der Gesundheitstreffpunkt Mannheim in Kooperation mit Ursula Frenz, Beauftragte der Stadt Mannheim für die Belange von Menschen mit Behinderungen und der Mannheimer Abendakademie einen Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion. Es wurde der Film „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“ gezeigt, welcher auf einer wahren Begebenheit beruht. An der anschließenden Diskussion, welche durch Raymond Fojkar moderiert wurde, nahmen Menschen mit verschiedenen Bezügen zum Thema Teilhabe, Inklusion und Selbsthilfe teil. Berichtet wurde von Barrieren und Vorurteilen, die es im Alltag und in der Gesellschaft gibt. Wie im Film dargestellt, haben alle Menschen Talente, die es wert sind, gezeigt und gefördert zu werden. Und doch sind die Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung nach wie vor noch hoch. Natürlich gibt es inzwischen Fortschritte und Positivbeispiele, aber der Weg hin zur Inklusion ist noch nicht geschafft. Am Ende der Podiumsdiskussion wurden Wünsche und Forderungen an die Kommune, die Politik und die Gesellschaft formuliert. So wurde zum einen benannt, dass Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung abgebaut werden müssen. Dies kann durch ein aufeinander Zugehen und ein Miteinander statt übereinander Reden geschehen. Menschen mit Behinderung sind mehr als ihre Beeinträchtigung und werden viel zu oft unterschätzt. An die Kommune und die Politik wurde klar die Forderung formuliert, mehr Gelder zu investieren. Es wird mehr Personal in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung benötigt. „Wer eine inklusive Zivilgesellschaft fördern will, muss Geld in die Hand nehmen“, formulierte ein Teilnehmer. Eltern von Kindern mit Behinderung benötigen mehr Unterstützung, welche Ansprüche und Rechte sie haben und an wen sie sich bei Fragestellungen wenden können, um Auskunft über Hilfsangebote und passende Unterstützungsangebote zu erhalten. Hier ist der Wunsch von betroffenen Eltern, dass nicht jede Familie immer wieder von vorn mit der Suche beginnen muss. Inklusion beginnt zwar bei jedem und jeder Einzelnen, doch müssen auch die passenden Rahmenbedingungen dafür durch Politik und Kommune gegeben sein.

Kurzfilmabend 2021 zu den Themen Angst und Einsamkeit mit dem Film „fears“ der Künstlerin Nata Metlukh

Der Filmabend 2021 fand am 28. Januar 2021 als Online-Veranstaltung statt. Der Kurzfilm „fears“ der Regisseurin Nata Metlukh, veröffentlicht 2015, erzählt kurzweilig und eindrucksvoll die Geschichte des furchtlosen Bob. Dieser entdeckt, dass Ängste in Form von Angsttierchen an allen Menschen haften und mit ihnen interagieren. Die rund 60 Teilnehmenden bekamen weiterhin Einblicke in die Dimensionen der Telefonseelsorge Rhein-Neckar durch die Leiterin Elke Rosemeier sowie von Christian Siebers, der über Barrieren und Chancen in der Selbsthilfegruppenarbeit berichtete. Es wurde deutlich, dass alle Menschen Gefühle wie Angst und Einsamkeit in individueller Intensität empfinden. Und Hilfsangebote stehen genauso allen Menschen zur Verfügung. Gerade während der Corona-Pandemie sind Themen wie Angst und Einsamkeit aktueller denn je. Viele sind in dieser Zeit starker psychischer Belastung ausgesetzt. Und die Räume der Selbsthilfegruppen, in denen Ängste und Sorgen besprochen werden können, blieben während der Corona-Pandemie größtenteils geschlossen. Der Gesundheitstreffpunkt konnte seinem Publikum mit dem alternativen Format ein informatives und anregendes Programm bieten, das sehr gut angenommen wurde. Es gab einen intensiven Austausch, der durch Übersetzung in die deutsche Gebärden- und Schriftsprache hervorragend unterstützt wurde.

Filmabend 2019 zum Thema Blindheit und Sehbehinderung mit dem Film „Mein Blind Date mit dem Leben“

Im Jahr 2019 fand der Film- und Diskussionsabend des Gesundheitstreffpunkts erstmals im Herzen von Mannheim statt, im Stadthaus N1 direkt am Paradeplatz. Wie bereits in den Vorjahren war die DAK-Gesundheit Kooperationspartner der Veranstaltung. Zum Thema Sehbehinderung wurde der Film „Mein Blind Date mit dem Leben“ gezeigt, am 5. Februar fanden sich knapp 100 Besucherinnen und Besucher im Bürgersaal des Stadthauses ein.
Filmabend
Auf die romantische Tragikomödie folgte ein aufschlussreicher Austausch: Moderator Raymond Fojkar vom Vorstand des Gesundheitstreffpunkts im Gespräch mit Ursula Frenz, Beauftragte der Stadt Mannheim für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Alisia Neukamm, Beraterin der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) und Christoph Graf vom Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein (v.r.n.l.). Foto: Gesundheitstreffpunkt
Der Filmabend startete mit einer Begrüßung durch Nicole Stephani (DAK-Gesundheit) und Raymond Fojkar vom Vorstand des Gesundheitstreffpunkts. Danach gab Ursula Frenz, Beauftragte der Stadt Mannheim für die Belange von Menschen mit Behinderungen, einen Überblick zu Barrierefreiheit und Inklusion. Die Filmvorführung erfolgte mit einer Audiodeskription für Sehbehinderte und Untertiteln für Hörgeschädigte. Durch eine bereits am Eingang verteilte Simulationsbrille, die ein Sehrestvermögen von 10 % vortäuschte, hatten die Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, die Eindrücke des Protagonisten im Film nachzuempfinden. „Mein Blind Date mit dem Leben“ erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der trotz Seheinschränkung und anderen Hindernissen eine Ausbildung in einem Hotel absolviert und dabei Erstaunliches erreicht. Anschließend an die Filmvorführung erfolgte eine kurze Podiumsdiskussion, an der neben Ursula Frenz und Raymond Fojkar auch Alisia Neukamm, Beraterin der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) und Christoph Graf vom Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein teilnahmen und Fragen aus dem Publikum beantworteten. Beim Austausch mit dem Publikum wurde deutlich, welche Hürden es für Betroffene nach wie vor gibt, die die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren und die doch oft für Laien unsichtbar bleiben.

Filmabend 2018 zum Thema Demenz mit dem Film „Honig im Kopf“

Am 23. Januar fand im Mannheimer Capitol ein Film- und Diskussionsabend zum Thema Demenz statt. Kooperationspartner war die DAK-Gesundheit. Der Abend startete mit einer kurzen Begrüßung durch Ulrich Fath von der DAK-Gesundheit und Raymond Fojkar, Vorstand des Gesundheitstreffpunkts. Anschließend gab Margot Klein von der Beratungsstelle VIVA einen kurzen Einblick in das Thema Demenz.

Der gezeigte Film, die preisgekrönte Tragikomödie „Honig im Kopf“, erzählte die intensive Beziehung zwischen einem Mädchen und ihrem an Alzheimer erkrankten Großvater und wies einen leichten und sehr humorvollen Umgang mit der Krankheit auf.

Im Anschluss folgte eine spannende und durchaus kontroverse Podiumsdiskussion, an der Margot Klein, Sabine Schulz von der Alzheimer Gesellschaft Mannheim und Renate Leber von der Initiative Pflegende Angehörige Mannheim teilnahmen. An der Einschätzung, ob zu viel Humor die Sicht auf die Demenzerkrankten eher erschwert, schieden sich die Geister. Einig waren sich aber alle, dass es wichtig war, das Thema Demenz anzusprechen.

MW / Letzte Änderung: 7.1.26