Selbsthilfetag Mannheim
Selbsthilfetag 2026
Am 20. Oktober von 16 bis 19 Uhr lädt der Gesundheitstreffpunkt Mannheim in Kooperation mit der Mannheimer Abendakademie und der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Mannheim zum Selbsthilfetag 2026 ein. Die Veranstaltung rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das viele Menschen betrifft und zugleich häufig übergangen wird: nicht sichtbare Erkrankungen.
Viele Krankheiten und Beeinträchtigungen sind auf den ersten Blick zwar nicht erkennbar. Trotzdem begleiten sie die Betroffenen jeden Tag und beeinflussen deren Leben häufig stärker, als es Außenstehende vermuten. Mit unserem Selbsthilfetag möchten wir das Nicht-Sichtbare aus dem Verborgenen holen, gesellschaftliche Stigmata aufbrechen und Betroffenen Raum geben, ihre Perspektiven und Erfahrungen zu teilen. Denn nur weil etwas nicht sichtbar ist, heißt das nicht, dass es nicht existiert.
Freuen Sie sich auf einen Nachmittag, der die Vielfalt von Lebensrealitäten auf unterschiedliche Weise sichtbarer und nachvollziehbarer macht. Fachbeiträge, darunter ein interaktiver Vortrag von Dr. Christine Emmer, Psychologin und Postdoktorandin in der Gesundheitspsychologie an der Universität Mannheim, beleuchten das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive. In ihrer Forschung beschäftigt sich Dr. Christine Emmer mit den Auswirkungen sozialer Ungleichheiten auf Gesundheit und Gesundheitsverhalten. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Rolle von Diskriminierung, Stigmatisierung und psychosozialen Schutzfaktoren für Gesundheit und Wohlbefinden. In ihrem Vortrag zeigt sie auf, wie diese Faktoren den Alltag von Betroffenen nicht sichtbarer Erkrankungen prägen.
Darüber hinaus gibt eine Fotogalerie Einblicke in persönliche Geschichten und an Infoständen besteht die Möglichkeit, mit engagierten Menschen aus Selbsthilfegruppen ins Gespräch zu kommen. Ein besonderes Erlebnis bieten die MOODSUITS®, die dazu einladen, seelische Erkrankungen auf eine eindrückliche Weise nachzuempfinden. Umrahmt wird das Programm durch Live-Musik, die zum Nachdenken anregt.
Erleben Sie Begegnung, Austausch und neue Impulse in offener Atmosphäre. Wir freuen uns darauf, Sie im Oktober begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Der Eintritt ist frei. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei und für hörbeeinträchtigte Menschen steht eine FM-Anlage zur Verfügung. Gebärdendolmetschende übersetzen das gesprochene Wort.
Mit freundlicher Unterstützung der AOK Baden-Württemberg.
Selbsthilfetag 2024
Herz im Fokus-Prävention und Selbsthilfe bei chronischen Krankheiten
Unter dem Motto „Herz im Fokus“ fand am 21.6.2024 von 17-19.30 Uhr ein kleiner Selbsthilfegruppen-Tag in der Abendakademie Mannheim statt. Bereits ab 16 Uhr präsentierten sich insgesamt 11 Selbsthilfegruppen im Foyer der Abendakademie.
Nach einer kurzen Begrüßung durch die Moderatorin Rosa Omeñaca Prado, eröffnete um 17 Uhr Dr. Christian „Chako“ Habekost, der bekannte Comedian aus der Region, die Veranstaltung mit einem unterhaltsamen Auftritt. Er stellte fest, dass Kurpfälzer ihr Herz auf der Zunge tragen und dass durch den Dialekt die Menschen schnell auf den Punkt kommen, ohne dass das Herz belastet wird. Er forderte das Publikum auf: „Lasst uns dankbar sein und das Beste aus dem jetzigen Moment machen.“ Die circa 60 anwesenden Gäste zeigten sich begeistert von seinem Auftritt und erwarteten gut gelaunt den folgenden Vortrag.
Prof. Dr. med. Daniel Dürschmied ging in seinem Vortrag „Aktuelles und Wissenswertes zum Herzinfarkt – wie wird er behandelt, wie wird er verhindert?“ auf die neuesten Entwicklungen und Behandlungsmethoden von Herzinfarkten ein und erläuterte wichtige Präventionsmaßnahmen. Mithilfe einer PowerPoint Präsentation konnte er anschaulich darstellen, dass 2022 die Todesursachen in Deutschland zu 40% kardiovaskuläre Krankheiten waren und damit die Wichtigkeit der Prävention verdeutlichen. Er teilte mit den Anwesenden seine Vision: „Ich möchte für mich und meine Angehörigen erreichen, dass wir mit gesunden Gefäßen altern“ und riet um dies zu erreichen unter anderem sich 5x die Woche für 30 Minuten zu bewegen.
Nach dem Vortrag lud eine musikalische Aktion zum Mitsingen ein. Das Publikum lernte unter Anleitung von Markus Braun und in Begleitung von Frau Braun am Klavier, kurze eingängige Melodien und lockerte mit einfachen Bewegungen, wie klatschen und stampfen, die Atmosphäre auf.
Im Anschluss daran gab es ein Gespräch. Marianne Simon, Sprecherin der Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen und Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe „Schmerz lass nach“ DSL-Mannheim, Carolina Pfister, Ansprechpartnerin des Fibromyalgie Treffpunkts Mannheim, Brigitte Maier, tätig beim Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Baden-Württemberg e.V., sowie Prof Dürschmied nahmen daran teil. Marianne Simon stellte auf Nachfrage die Kernkompetenzen einer Selbsthilfegruppe dar: „Zeit, Zuhören und Verständnis.“ Prof. Dürschmied räumte ein, dass Ärzte oft nicht da sind und wenig Zeit haben, „da helfen Selbsthilfegruppen ungemein“.
Während der Veranstaltung wurden mit Hilfe des Tools Mentimeter 3 Fragen an das Publikum gestellt, das dieses mithilfe des Smartphones beantworten konnte. Die Ergebnisse wurden live auf die Leinwand übertragen und somit konnte ein Stimmungsbild erzeugt werden.
Mit freundlicher Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen.
Selbsthilfetag 2016
Bühne frei für die Selbsthilfe– 9. Mannheimer Selbsthilfetag am 17. September 2016 (Nachbericht)
Bunt, kulturell und vielfältig – so präsentierte sich der 9. Mannheimer Selbsthilfetag am 17. September 2016 im Nationaltheater Mannheim. Pünktlich um 11 Uhr eröffneten Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb, Bärbel Handlos, Geschäftsführerin des Gesundheitstreffpunkts Mannheim, und Marianne Simon, Sprecherin der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, die Veranstaltung, die unter dem Motto „Bühne frei für die Selbsthilfe“ stand. Durch das Programm im Opernhaus führte die Moderatorin Frauke Hess.
Ein Höhepunkt des Selbsthilfetags war die Lesung der Autorin Giulia Enders, die Texte aus ihrem Buch „Darm mit Charme“ vortrug. Die Tanzpiratenshow des Tanz- & Freizeitclubs Tausendfüßler, die über 130 aktive Kinder und Jugendliche auf die Bühne brachte, riss das vollbesetzte Opernhaus zu Begeisterungsstürmen hin. Auch im Theatercafé gab es abwechslungsreiche Unterhaltung, neben dem Nationaltheater selbst präsentierten dort Mitglieder aus Selbsthilfegruppen ihre künstlerischen Talente. Im Ballettsaal fanden weitere Vorträge, z.B. zu den Themen Depression und Patientenverfügung statt.
Im oberen und unteren Foyer des Nationaltheaters waren zahlreiche Selbsthilfegruppen und Kooperationspartner des Gesundheitstreffpunkts vertreten und boten Möglichkeit zu Austausch, Vernetzung und Beratungsgesprächen. Letztendlich fanden 2.000 Menschen den Weg ins Nationaltheater und machten den Selbsthilfetag zu einer lebendigen und stimmungsvollen Veranstaltung.
Alle Informationen zum Programm und den Themen der vertretenen Selbsthilfegruppen finden Sie noch einmal im Faltblatt zum Selbsthilfetag 2016.
Für eine Übersicht der teilnehmenden Selbsthilfegruppen und Institutionen bitte hier klicken.
MW / Letzte Änderung: 26.2.2026
